Anfang der 1980er Jahre wurden die sogenannten EGL-Klassen als Eingliederungshilfe für Kinder eingerichtet, die im Rahmen der Familienzusammenführung als Kinder sogenannter Gastarbeiter vor allem aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland kamen. Die Kinder und Jugendlichen sollten auf einen regelmäßigen Schulbesuch und auf den Besuch einer Regelklasse vorbereitet werden.

Im Laufe der Jahre hat sich das Schülerprofil verschoben. Es kamen mehr

- Kinder aus Flüchtlingsfamilien,

- unbegleitete minderjährige Flüchtlinge,

- Kinder und Jugendliche, die von ihren Eltern nach  Deutschland nachgeholt wurden,

- Kinder und Jugendliche aus der EU.

Die Spanne ist groß: Es gibt Schülerinnen und Schüler, mit bereits abgeschlossener Schulbildung und solche, die weder Lesen noch Schreiben können. Wir erleben sehr kindliche, aber auch erwachsene junge Leute, lebensfrohe und traumatisierte Jugendliche, manche lernen blitzschnell und andere sehr langsam.

Die Organisationsform der Sprachklassen trägt diesen Umständen an unserer Schule Rechnung, indem es eine Klasse für Anfänger und eine für Fortgeschrittene gibt.

Bis heute ist der weitere Weg für die Schüler der Sprachklassen im Schulsystem noch nicht festgelegt. Hier entscheidet immer der Einzelfall: Übergang in eine "Regelklasse", Verbleib in einer Fördergruppe oder Vermittlung in eine Berufsausbildung. Im Vordergrund steht das Ziel, der Schülerin oder dem Schüler die beste Förderung zu geben und das Kind zu einem Schulabschluss zu führen.